Nachhaltigkeit und Gesundheit werden oft in einen Topf geworfen. Das hat meist hauptsächlich etwas mit Ernährung zu tun, denn wer auf Plastik und chemische Zusatzstoffe der Umwelt zuliebe verzichten möchte, muss zwingenderweise von den meisten Süßigkeiten, Knabbereien und Fertiggerichten Abstand nehmen. Auch im Tourismus kommen Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammen. Wie im Rest der Tourismusbranche spielt Nachhaltigkeit auch in Gesundheitshotels vermehrt eine große Rolle. Naturkost aus biologischer Landwirtschaft, vegane Alternativen, verantwortungsbewusster Umgang mit Energie- und Wasserressourcen zählen mittlerweile als Grundvoraussetzung für alle Hotels, die sich Nachhaltigkeit auf die Flagge schreiben möchten.

Doch was genau sind Gesundheitshotels?

Gesundheitshotels sind Unterkünfte, die sich ganz auf das Wohlbefinden der Gäste konzentrieren. So verschreiben Ärzte erschöpften Patienten eine Vorsorgekur in einem dieser Hotels, Arbeitnehmer wollen Abstand vom stressigen Alltag um einem Burn-out zu entrinnen, oder aber man möchte einfach nur an der eigenen körperlichen Gesundheit arbeiten. Das funktioniert besonders gut in Gesundheitshotels.

Neben einem Wellnessbereich bieten die Hotels, um maximale Erholung zu garantieren, außerdem gesunde Speisen, ein Sportangebot und Behandlungen. Zu letzteren gehören beispielsweise Anwendungen aus der chinesischen Medizin, darunter Akupunktur, Kräutertherapie und Schröpfen. TCM Behandlungen (Traditional Chinese Medicine) bekommt man unter anderem im Lifestyle Resort zum Kurfürsten in Rheinland-Pfalz.

Das Sportangebot umfasst in Gesundheitshotels, wie dem Gräflichen Park in Nordrhein-Westfalen, oft neben Yoga, Tai Chi und Qi Gong auch konventionelle Sportarten wie Tennis, Golf, Wandern und Biking, um das Herz so richtig auf Hochtouren zu bringen.

Detox-Urlaube liegen immer mehr im Trend. Warum das so ist, erklärt die Süddeutsche Zeitung 2016 so, damit, dass wir in unserer Leistungs- und Optimierungsgesellschaft kaum noch Zeit für uns finden. „Bei vielen Gästen“, so die SZ, „geht es eher um den Kampf gegen Burn-out und Überforderung“ (Süddeutsche Zeitung, Online 30.01.2016). Gesundheitshotels sind daher Erholungsoasen, in welchen die Gäste ganz vom Alltagsstress abschalten sollen und wieder zu sich kommen können.

Nachhaltigkeit im Urlaub

Angesichts des steigenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ist es immer mehr Urlaubern wichtig, dass sie sich nicht nur erholen können, sondern dabei auch ihren ökologischen Fußabdruck möglichst gering halten. Ein guter Schritt in diese Richtung ist, sich Gesundheitshotels im eigenen Land zu suchen. Damit kann auf eine Flugreise verzichtet werden, viele Hotels sind gut mit der Bahn erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, sollte die Fahrradträger abmontieren, insofern diese nicht genutzt werden, denn: ein leichteres Auto verbraucht weniger Sprit.

Auch die Hotels können einiges dazu beitragen, um den Aufenthalt ihrer Gäste so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Einige Gesundheitshotels nutzen bereits Strom aus erneuerbaren Energien und bieten E-Tankstellen für E-Autos und E-Fahrräder. Auch der Verzicht auf Plastik am Frühstücksbuffet, eine regionale und saisonale Küche, sowie umweltfreundliche Putzmittel dienen der ökologischen Nachhaltigkeit.

Unser Fazit

Gesundheit und Nachhaltigkeit lassen sich in Gesundheitshotels gut zusammenführen. Hier finden Urlauber Ruhe und Abstand vom Alltagsstress und können sich beim Sport, im Wellnessbereich oder im Restaurant richtig verwöhnen lassen. Wer nach nachhaltigen Gesundheitshotels sucht, sollte sich am besten im eigenen Land umsehen, anstatt nach Indonesien, in die Karibik oder ans Mittelmeer zu fliegen. Zertifikate, wie das TourCert oder The Green Globe geben außerdem einen Hinweis darauf, wie nachhaltig eine Unterkunft wirtschaftet.

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